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VHT in der Familie

In der Arbeit mit Familien beruht das methodische Konzept auf vier Säulen:

Die Basiskommunikation, abgeleitet aus der natürlichen Mutter-Kind-Kommunikation der ersten Beziehung, gilt als Muster für gelungene Kommunikation und bezieht sich auf alle Lebenszusammenhänge. In der Erziehung gilt sie als Operationalisierung der Feinfühligkeit und als Grundvoraussetzung für einen sicheren Bindungsaufbau und das positive Lenken und Leiten im Erziehungsprozess.


Die Elemente der Basiskommunikation sind:

Die Videobilder sind mehr als ein methodisches Hilfsmittel. Sie bewirken, dass den Familien selbst komplizierte Situationen veranschaulich und verstehbar gemacht werden können, sie bilden die Verständigungsbasis für die gemeinsame Arbeit. Darüber hinaus ist die emotionale Distanz zur Originalsituation sehr hilfreich beim Analysieren von gelungenen Interaktionen und ihren Auswirkungen. Viele Eltern haben auf diese Weise ihre Kinder auf eine andere Art und Weise kennengelernt. Selbstverständlich bleiben die Videobilder Eigentum der Familie. Die Aufnahmen werden ihnen am Ende des VHT-Prozesses übergeben.


In der gemeinsamen Analyse der Aufnahmen wird grundsätzlich nur von gelungener Kommunikation, ihren Mustern und Elementen ausgegangen; nur diese Ausschnitte werden gezeigt und besprochen. Im VHT gilt die Prämisse, dass der positive Ansatz, d.h. das Betrachten und Verstärken von gelungenem Kommunikationsverhalten wirksamer für den Lernprozess der Eltern ist, als die Analyse von Problemen. Dies wirkt sich auf die Atmosphäre aus: Sie wird entspannter und bildet eine weitere Voraussetzung für das persönliche Wachstum von Eltern und Kindern. Probleme, die die Eltern benennen, werden vom VHT-Coach freundlich empfangen und mit ihnen zusammen als Wünsche bzw. (Lern-)Aufgaben umformuliert. Dies gibt problematischen Situationen eine konstruktive Wendung und den Eltern eine Lösungsorientierung.


Das Menschenbild des VHTs geht davon aus, dass alle Menschen Ressourcen haben, die es zu entdecken und zu entwickeln gilt. Konkret bedeutet dies, dass bei allen Eltern Elemente der Basiskommunikation vorhanden sind, die mit den Bildern entdeckt und ausgebaut werden können. Hiermit geht eine Stärkung des Selbstwertgefühls einher, die wiederum dazu führt, dass die Eltern ihre eigenen Fähigkeiten (wieder-)entdecken und einsetzen können. So wird eine Spirale der Aufwärtsentwicklung in Gang gesetzt, die durch konsequente Aktivierung der Ressourcen nachhaltig wirkt.

Der VHT-Coach lässt die Verantwortlichkeit für die Familie bei den Eltern. Er orientiert sich an der von ihnen formulierten Hilfefrage und respektiert ihre Entscheidungen und Wünsche. Er versteht sich eher als kompetenter Begleiter denn als eingreifender Helfer.

Selbst mit Multi-Problemfamilien kann auf diese Art und Weise erfolgreich gearbeitet werden. Mit dem Trajektplan verfügt das VHT über ein Strukturmodell für den HiIfeprozess, das andere Fachkräfte bei Bedarf maßgeschneidert einschaltet und die Zusammenarbeit der Fachkräfte mit Video und den Prinzipien der Basiskommunikation begleitet.



Die Arbeitsweise im VHT-Prozess

VHT-Coaches

Ein VHT-Prozess dauert ca. 4-8 Einheiten (= Aufnahme- und Rückschaukontakt). Die Familie kann danach ihre Erziehungsaufgabe wieder selbständig in die Hand nehmen. Die Beeinflussung kindlicher Symptomatik geschieht erfolgreich über die Eltern; deshalb ist das VHT auch bei den meisten kindlichen Schwierigkeiten indiziert.

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